Mittwoch, 02. Mai 2018: Rüstungsproduktion und Industrialisierung in der Festung Ingolstadt

Dr. Ruth Sandner (Thierhaupten) und Dr. Gerd Riedel (Ingolstadt): Rüstungsproduktion und Industrialisierung in der Festung Ingolstadt. 19:30 Uhr, Barocksaal des Stadtmuseums

Von nachhaltiger Bedeutung für die Entwicklung Ingolstadts ist die seit 1875 in Angriff genommene Zusammenführung der in Bayern bis dahin verstreut liegenden Rüstungsbetriebe. Der damit einhergehende Strukturwandel lässt sich in seiner Anfangsphase vor allem am Beispiel der Fronte Raglovich nachvollziehen.

Mittwoch, 16. Mai 2018: Täter auf der Schulbank - Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust

Sven Deppisch (München): Täter auf der Schulbank - Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust. 19:00 Uhr, Neues Schloss

Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. Während des „Dritten Reichs“ befand sich ihre bedeutendste Schule in Fürstenfeldbruck bei München. Hunderte von Männern aus ganz Deutschland besuchten dort spezielle Kurse, in denen die Ordnungspolizei sie zu ihren Offizieren ausbildete. Neben hartem Drill und Paragraphen standen „Bandenkampf“ und Antisemitismus auf dem Lehrplan. Ausgestattet mit diesem Wissen zogen zahlreiche Oberbeamte nach Ende ihrer Kurse in den „auswärtigen Einsatz“, aus dem erschreckend viele von ihnen als Massenmörder und Kriegsverbrecher zurückkehrten. Nach Kriegsende führten sie ihre Karrieren einfach fort, ohne jemals angemessen bestraft worden zu sein.
Sven Deppisch beleuchtet erstmals die Geschichte der Polizeischule Fürstenfeldbruck. Er zeigt, wie die Nationalsozialisten ihre führenden „Gesetzeshüter“ für den Holocaust trainierten. Die Studie analysiert das Ausbildungssystem der NS-Diktatur und veranschaulicht, welche Fächer und Inhalte es in den besonderen Lehrgängen gab. Darüber hinaus deckt sie auf, wie das Leben an ihrer herausragenden Lehranstalt aussah und an welchen Massenverbrechen sich ihr Personal beteiligte. Dabei bringt sie ans Licht, dass in der deutschen Ordnungsmacht von der Weimarer Demokratie bis weit in die Bundesrepublik hinein die gleichen Denkweisen, Einsatzmuster und Feindbilder existierten, auf denen ihr schrecklicher Beitrag am Judenmord basierte.

Sonntag, 03. Juni 2018: Festungstag Ingolstadt

Der Historische Verein beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder mit Führungen am Ingolstädter Festungstag:

Um 11:30 Uhr beginnt am ehemaligen Schlosskeller eine historische Radtour zur Festung des 16. und 17. Jahrhunderts

Um 14:00 Uhr beginnt die Stadtmauerführung "Stadt der 100 Türme" beim Sportbad in der Jahnstraße

Donnerstag, 21. Juni 2018: Führung durch das Georgianum in München

Dr. Claudius Stein (Universitätsarchiv München): Führung durch die Kunstsammlung des Georgianums in München.

Das Herzogliche Georgianum gilt als das zweitälteste Priesterseminar der Welt. Es wurde am 15. Dezember 1494 von Herzog Georg dem Reichen von Bayern-Landshut an der von seinem Vater 1472 gegründeten Universität Ingolstadt gestiftet. Zusammen mit der Universität wurde das Georgianum nach München verlegt, wo es das von Friedrich Gärtner gegenüber der Universität errichtete Gebäude bezog.

Der Eintritt beträgt 3,00 Euro. Das Georgianum ist nicht barrierefrei. Max. Teilnehmerzahl: 20. Anmeldung unter 0841/305 1881 mit Bekanntgabe des Treffpunkts.

Samstag, 23. Juni 2018: Kinder-, Jugend- und Familienführung durch die Festungsanlagen

Auf einem etwa eineinhalbstündigen Rundgang wird ein interessanter Einblick in die Ingolstädter Befestigungsanlagen des 14., 16. und 19. Jahrhunderts geboten. Die Führung ist für Teilnehmer ab 6 Jahren geeignet

Treffpunkt: Ziegelbastei, Unterer Graben 37, 15:00 Uhr. Taschenlampe mitbringen! 

Dienstag, 03. Juli 2018: Jakob Balde

Dr. Gabriele Kaps (Neuburg): Am 9. August dieses Jahre jährt sich der Todestag eines der international bedeutendsten, gleichwohl fast unbekanntesten Dichters des Barock, des Jesuiten Jacobus Balde zum 350. Mal. Geboren im Elsass, immatrikulierte er sich im Jahre 1622 an der Landesuniversität in Ingolstadt. Nach einem historisch nicht belegten Bekehrungserlebnis in der Kupferstraße entschließt er sich, das Studium der Jurisprudenz aufzugeben und in den Jesuitenorden einzutreten. Nach verschiedenen Stationen in Landshut und Innsbruck verbringt er seine letzten Lebensjahre in Neuburg, wo er auch literarisch äußerst produktiv tätig ist. 

Freitag/Samstag 20./21. Juli 2018: Römerschiffe auf der Donau

Start zweier Römerschiffe auf der Donau.

Im Juli startet ein spannendes Projekt in Ingolstadt - zwei Nachbauten der Oberstimmer Schiffe beginnen eine Fahrt die Donau hinab bis nach Enns in Oberösterreich zur Landesausstellung "Rückkehr der Legion". Den genauen Ort und die Uhrzeit entnehmen Sie bitte der Tagespresse.